Fußball-WM, Kegelspiel und B87n - drei Runden durch ein kleines Dorf
15.02.10 - Grüssselbach - Gerade einmal 200 Einwohner hat der Rasdorfer Ortsteil Grüsselbach (Kreis Fulda) - doch das merkt man dem Rosenmontagsumzug nicht an. Mit 27 Motivwagen und Frußgruppen zeigten die Grüsselbacher auch diesmal, was ein kleines Dorf auf die Beine stellen kann, wenn es eine große Fastnachtstradition pflegt.
"Narrenhochburg im Hessischen Kegelspiel" nennen sich die Grüsselbacher selbstbewusst - und wie wichtig ihnen der eigene Umzug ist hatte auch die Vorbereitung bewiesen. Denn fleißig waren die Straßen vom Schnee befreit worden, um genügend Platz für den Rosenmontagszug und die Zuschauer zu schaffen.
So konnte der Zug am Dorfgemeinschaftshaus starten, um in der Dorfmitte über zwei Brücken und rund um den Grüsselbach zu drehen. Hunderte von Zuschauern jubelten den Narren zu. Mit Prinz Johannes I aus Sachsen und schnellem Lenkrad und ihrer Lieblichkeit Prinzessin Linda von Tiermedizin und Tanzspagat, war ein junges Prinzenpaar inthronisiert worden, dass souverän durch die Kampagne geführt hatte. Kein Wunder, dass der phantasievolle Rosenmontagszug krönender Höhepunkt vor dem Kehraus am Faschingsdienstag wurde.
Im Zug wurden die Fußball-WM in Südafrika, der Bau der B87n und die Fernseh-Serie "Germany´s next Topmodel" aufgegriffen, und auch Hünfelds Bürgermeister Fennel - aus der Nachbarkommune - bekam "sein Fett weg". Nach 20 Minuten zog der letzte Wagen an den vielen Schaulustigen vorbei - und kurz darauf ging alles von vorne los. Denn auch das hat in Grüsselbach Tradition: Der kleine, aber feine Zug kreist gleich dreimal durch den Ort.
Quelle: Osthessen News 2010



